Jeder Mensch hat andere Vorstellung vom Reisen, manche Menschen möchten
auch gern alle Zelte abbrechen und sich ein komplett neues Leben im
Ausland aufbauen. Zu Letzteren zähle ich nicht.
Die letzten Monate habe ich im Sozialwesen gearbeitet und die Arbeit mit meinen Kollegen und den Familien, für die ich zuständig war sehr geschätzt auch wenn die Arbeit mir nach und nach sehr an die Substanz ging. Es ist nicht jedermanns Sache tagtäglich die Probleme anderer Menschen zu beackern und man erreicht schnell persönliche Grenzen.
In der Zeit hab ich versucht mehrere Alternativen für mich zu entwickeln, da ich wusste dass mein Arbeitsvertrag aufgrund der Befristung eh ausläuft. Dies ist für mich die Möglichkeit nochmal was komplett anderes zu machen. Neben meinem Job habe ich eine besondere Leidenschaft, das ist neben dem Reisen der Motorradsport - wie ich schon hab anklingen lassen. Der Rennsport ist für mich noch einmal eine ganz besondere Welt. Diese Passion jetzt und hier aber zu erklären wäre eine ganz andere Geschichte. Im vergangenen Jahr hatte ich die Möglichkeit meinem ursprünglichen Traum näher zu kommen und mehrere Rennen in Spanien, Tschechien und in Deutschland zu besuchen und dort in einem Team mitzuarbeiten und mitzu"leben". Dies war und ist auch heute noch mein Plan A. Die Aussicht in einem Team in dieser Saison zu arbeiten stand ganz gut, nur sind besonders vertragstechnische Dinge mit ausländischen Arbeitgebern nicht immer leicht und auch nicht immer zuverlässig, so dass diese Variante mittlerweile auf der Kippe für mich steht. Nun gebe ich die Hoffnung meist nie auf und versuche bei einem der nächsten Rennen in Europa nochmal mein Glück. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht einen Plan B hätte. Diese war für mich immer dass ich Reisen möchte, vielleicht Freunde im Ausland besuchen möchte und eine Sprache lernen möchte.
Reisen kann man auf viele Arten und Weise, als Weltreise (wenn man dass nötige Kleingeld hat), in kleinen Jahresurlauben oder mittels Auszeit. Manchen, wie auch mir sind die 30 Tage Urlaub im Jahr zu wenig. Aber auch bei einer Auszeit braucht man eine Idee was man machen möchte:
Wer nicht nur durch die Welt tingeln möchte, hat neben dem klassischen Work & Travel, Aupair, Semipair, auch die Möglichkeit Sprachreisen, Auslandspraktika´s und Freiwilligenarbeit zu machen. Zahlreiche Organisationen, wie Stepin, praktikawelten, STA Travel, Dialog bieten hierzu verschiedene Projekte an.
„Working Holiday“ oder auch Work & Travel genannt ist wohl die geläufigste Form unbekannte Länder zu bereisen und zwischendurch die Reisekasse mit dem einen oder anderen Job aufzubessern. Die Organisationen helfen einem hierbei bei der Planung seines Trips, organisieren Ansprechpartner vor Ort und eine erste Unterkunft nach Ankunft. Der Flug ist oft zusätzlich zu entrichten und nicht in den Projektkosten enthalten. Unterstützung bei der Jobsuche erhält man laut Programm der Anbieter vor Ort. Mögliche Jobs sind meist in Richtung Farmarbeit & Hotelarbeit. Vor negativen Erfahrungen mit den Jobs (z. B. fehlende Entlohnung, Jobflaute) kann die Organisation nicht schützen. Hierbei ist sicher ratsam ein gewisses finanzielles Polster für den Rückflug zu haben und vielleicht auch nicht allein zu reisen. Da viele „Working Holidays“ alters begrenzt sind (vielerorts bis max. 30 Jahre, vereinzelt bis 35 Jahre) hab ich dies für mich eher ausgeschlossen.
Eine weitere Möglichkeit ist die „Freiwilligenarbeit“ - dies könnte man auch mit seinem Jahresurlaub buchen. In zahlreichen Ländern rund um den Globus ist Freiwilligenarbeit möglich. Dabei ist man oftmals entweder in sozialen Projekten oder in ökologischen Projekten tätig und unterrichtet oder betreut Kinder und Jugendliche oder hilft in verschiedenen Stationen beim Aufbau von Projekten oder dem Schutz von Tieren. Dabei ist meist eine wöchentliche Projektgebühr zu entrichten, Unterkunft sowie Kost & Logi sind dafür oft umsonst da man ja freiwillig arbeitet. Schöne Specials sind oftmals dass man zusätzlich Dinge wie Kulturtrips, Strandurlaub, Surf- oder Sprachkurs dazubuchen kann. Somit kam dies für mich schon mal auf meine nähere Auswahlliste. Etwas verprellt hat mich dann nur, dass ich für meine „freiwillige Arbeit“ eine Projektgebühr entrichte, die teilweise zw. 300-500€ pro Woche liegen kann. Da die Lebenshaltungskosten in manchen Ländern jedoch eher günstiger sind, versuche ich eher außerhalb der Organisationen meine Reiseziele zu organisieren und vielleicht auch Projekte zum Mithelfen gegen Kost & Logi, jedoch ohne Gebühr zu finden.
So ganz ohne Dienstleister geht es jedoch im puncto Sprachreisen z. B. oft nicht. Ich selbst hab mich mit den Angebote zu Sprachreisen über Stepin (bietet jedoch nur Spanisch in Südamerika an), Dialog und StaTravel beschäftigt und bin zuletzt bei Dialog geblieben. Preisvergleiche lohnen sich oft da es regional doch ziemliche Unterschiede gibt.
Manche Reisende planen lieber ein ganzes Jahr Work&Travel oder Reisen „ohne feste Planung“ und starten in Land A ohne zu wissen wo es danach hingeht. Puhh also so ganz freudig für das Unbekannte bin ich nicht :-) und daher habe ich schon ca. vor einem Jahr angefangen mir darüber Gedanken zu machen, wenn Plan A nichts wird, wie es mit B weiter gehen könnte. Ich habe angefangen mir Geld beiseite zu legen, ab und an Dinge verkauft von denen ich mich gut trennen kann (und glaubt mir davon hat man wirklich reichlich und oft zu viel in seinem Haushalt als menschlicher Jäger & Sammler). Ebay und Ebay-Kleinanzeigen wurde mein regelmäßiger Helfer. Ich habe versucht an manchen Dingen zu sparen, was mir nicht immer gelang da ich ein Freund schöner Dinge bin und mich über eine neue Tasche oder Hose freue. Und ich habe mich mit Freunden, die schon mal länger gereist waren ausgetauscht was man gebrauchen könnte und was so ein Trip kosten könnte. Natürlich hab ich mich auch schlau gemacht wer mir vielleicht Unterschlupf gewähren könnte oder mich mal begleiten würde.
Da ich aus persönlichen Gründen vor einem Jahr wieder zu meinen Eltern gezogen bin, ist dies auch mit eine Art finanzielle Erleichterung, denn ich habe keine Wohnung die ich währenddessen ich nicht da bin versorgen und finanzieren muss. Auch habe ich keine Kinder, keine Haustiere und auch nicht sonstiges was mich monatlich dauerhaft viel kostet. Alle versicherungstechnischen Dinge (wie die Haftpflicht, Privatvorsorge, Unfallversicherung) habe ich geregelt und im Voraus für ein Jahr bezahlt. Auch habe ich die Möglichkeit private Dinge meines ehemaligen Hausstandes unterzustellen und muss mich so nicht gänzlich von allem trennen. Für meine Familie und auch besonders für meinen Freund, der nicht mit mir kommt ist dies auch nicht ganz einfach, aber sie kennen mein Fernweh und ich denke sie wissen, dass ich auch gern wieder zu ihnen zurück komme.
Lg
Die letzten Monate habe ich im Sozialwesen gearbeitet und die Arbeit mit meinen Kollegen und den Familien, für die ich zuständig war sehr geschätzt auch wenn die Arbeit mir nach und nach sehr an die Substanz ging. Es ist nicht jedermanns Sache tagtäglich die Probleme anderer Menschen zu beackern und man erreicht schnell persönliche Grenzen.
In der Zeit hab ich versucht mehrere Alternativen für mich zu entwickeln, da ich wusste dass mein Arbeitsvertrag aufgrund der Befristung eh ausläuft. Dies ist für mich die Möglichkeit nochmal was komplett anderes zu machen. Neben meinem Job habe ich eine besondere Leidenschaft, das ist neben dem Reisen der Motorradsport - wie ich schon hab anklingen lassen. Der Rennsport ist für mich noch einmal eine ganz besondere Welt. Diese Passion jetzt und hier aber zu erklären wäre eine ganz andere Geschichte. Im vergangenen Jahr hatte ich die Möglichkeit meinem ursprünglichen Traum näher zu kommen und mehrere Rennen in Spanien, Tschechien und in Deutschland zu besuchen und dort in einem Team mitzuarbeiten und mitzu"leben". Dies war und ist auch heute noch mein Plan A. Die Aussicht in einem Team in dieser Saison zu arbeiten stand ganz gut, nur sind besonders vertragstechnische Dinge mit ausländischen Arbeitgebern nicht immer leicht und auch nicht immer zuverlässig, so dass diese Variante mittlerweile auf der Kippe für mich steht. Nun gebe ich die Hoffnung meist nie auf und versuche bei einem der nächsten Rennen in Europa nochmal mein Glück. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht einen Plan B hätte. Diese war für mich immer dass ich Reisen möchte, vielleicht Freunde im Ausland besuchen möchte und eine Sprache lernen möchte.
Reisen kann man auf viele Arten und Weise, als Weltreise (wenn man dass nötige Kleingeld hat), in kleinen Jahresurlauben oder mittels Auszeit. Manchen, wie auch mir sind die 30 Tage Urlaub im Jahr zu wenig. Aber auch bei einer Auszeit braucht man eine Idee was man machen möchte:
Wer nicht nur durch die Welt tingeln möchte, hat neben dem klassischen Work & Travel, Aupair, Semipair, auch die Möglichkeit Sprachreisen, Auslandspraktika´s und Freiwilligenarbeit zu machen. Zahlreiche Organisationen, wie Stepin, praktikawelten, STA Travel, Dialog bieten hierzu verschiedene Projekte an.
„Working Holiday“ oder auch Work & Travel genannt ist wohl die geläufigste Form unbekannte Länder zu bereisen und zwischendurch die Reisekasse mit dem einen oder anderen Job aufzubessern. Die Organisationen helfen einem hierbei bei der Planung seines Trips, organisieren Ansprechpartner vor Ort und eine erste Unterkunft nach Ankunft. Der Flug ist oft zusätzlich zu entrichten und nicht in den Projektkosten enthalten. Unterstützung bei der Jobsuche erhält man laut Programm der Anbieter vor Ort. Mögliche Jobs sind meist in Richtung Farmarbeit & Hotelarbeit. Vor negativen Erfahrungen mit den Jobs (z. B. fehlende Entlohnung, Jobflaute) kann die Organisation nicht schützen. Hierbei ist sicher ratsam ein gewisses finanzielles Polster für den Rückflug zu haben und vielleicht auch nicht allein zu reisen. Da viele „Working Holidays“ alters begrenzt sind (vielerorts bis max. 30 Jahre, vereinzelt bis 35 Jahre) hab ich dies für mich eher ausgeschlossen.
Eine weitere Möglichkeit ist die „Freiwilligenarbeit“ - dies könnte man auch mit seinem Jahresurlaub buchen. In zahlreichen Ländern rund um den Globus ist Freiwilligenarbeit möglich. Dabei ist man oftmals entweder in sozialen Projekten oder in ökologischen Projekten tätig und unterrichtet oder betreut Kinder und Jugendliche oder hilft in verschiedenen Stationen beim Aufbau von Projekten oder dem Schutz von Tieren. Dabei ist meist eine wöchentliche Projektgebühr zu entrichten, Unterkunft sowie Kost & Logi sind dafür oft umsonst da man ja freiwillig arbeitet. Schöne Specials sind oftmals dass man zusätzlich Dinge wie Kulturtrips, Strandurlaub, Surf- oder Sprachkurs dazubuchen kann. Somit kam dies für mich schon mal auf meine nähere Auswahlliste. Etwas verprellt hat mich dann nur, dass ich für meine „freiwillige Arbeit“ eine Projektgebühr entrichte, die teilweise zw. 300-500€ pro Woche liegen kann. Da die Lebenshaltungskosten in manchen Ländern jedoch eher günstiger sind, versuche ich eher außerhalb der Organisationen meine Reiseziele zu organisieren und vielleicht auch Projekte zum Mithelfen gegen Kost & Logi, jedoch ohne Gebühr zu finden.
So ganz ohne Dienstleister geht es jedoch im puncto Sprachreisen z. B. oft nicht. Ich selbst hab mich mit den Angebote zu Sprachreisen über Stepin (bietet jedoch nur Spanisch in Südamerika an), Dialog und StaTravel beschäftigt und bin zuletzt bei Dialog geblieben. Preisvergleiche lohnen sich oft da es regional doch ziemliche Unterschiede gibt.
Manche Reisende planen lieber ein ganzes Jahr Work&Travel oder Reisen „ohne feste Planung“ und starten in Land A ohne zu wissen wo es danach hingeht. Puhh also so ganz freudig für das Unbekannte bin ich nicht :-) und daher habe ich schon ca. vor einem Jahr angefangen mir darüber Gedanken zu machen, wenn Plan A nichts wird, wie es mit B weiter gehen könnte. Ich habe angefangen mir Geld beiseite zu legen, ab und an Dinge verkauft von denen ich mich gut trennen kann (und glaubt mir davon hat man wirklich reichlich und oft zu viel in seinem Haushalt als menschlicher Jäger & Sammler). Ebay und Ebay-Kleinanzeigen wurde mein regelmäßiger Helfer. Ich habe versucht an manchen Dingen zu sparen, was mir nicht immer gelang da ich ein Freund schöner Dinge bin und mich über eine neue Tasche oder Hose freue. Und ich habe mich mit Freunden, die schon mal länger gereist waren ausgetauscht was man gebrauchen könnte und was so ein Trip kosten könnte. Natürlich hab ich mich auch schlau gemacht wer mir vielleicht Unterschlupf gewähren könnte oder mich mal begleiten würde.
Da ich aus persönlichen Gründen vor einem Jahr wieder zu meinen Eltern gezogen bin, ist dies auch mit eine Art finanzielle Erleichterung, denn ich habe keine Wohnung die ich währenddessen ich nicht da bin versorgen und finanzieren muss. Auch habe ich keine Kinder, keine Haustiere und auch nicht sonstiges was mich monatlich dauerhaft viel kostet. Alle versicherungstechnischen Dinge (wie die Haftpflicht, Privatvorsorge, Unfallversicherung) habe ich geregelt und im Voraus für ein Jahr bezahlt. Auch habe ich die Möglichkeit private Dinge meines ehemaligen Hausstandes unterzustellen und muss mich so nicht gänzlich von allem trennen. Für meine Familie und auch besonders für meinen Freund, der nicht mit mir kommt ist dies auch nicht ganz einfach, aber sie kennen mein Fernweh und ich denke sie wissen, dass ich auch gern wieder zu ihnen zurück komme.
Lg