Samstag, 23. Mai 2015

Es geht weiter nach Florenz

Ich befinde mich gerade im ICE nach München und dachte mir ich nehme mir die Zeit auf meiner 5 h - Reise um kurz etwas zu meiner Zugreise nach Italien zu schreiben.
Die letzten Tage habe ich gebibbert und gebangt hatte sich doch die GDL zu einem neuen Streik entschlossen. Ich habe im Kopf mehrfach Ausweichvarianten durch probiert, sogar mir ein extra Ticket für den Fernbus gekauft um pünktlich in München für meinen Nachtzug sein zu können. DER Nachtzug für den ich das letzte Ticket mit Bett sogar, ergattert hatte. Die Streikparteien haben meine Gebete erhört und so kann ich nun ganz gemütlich durch die malerische bayrische Pampa in meinem ICE zuckeln. Ach Bahnfahren ist einfach zu schön - wenn sie pünktlich ist und nicht streikt! Ich bin schon auf das Schlafabteil gespannt und wie ich in das mittlere Bett hoch komme, aber ich bin da ja kreativ.



Gegen 20 : 00 Uhr bin ich dann in München angekommen und nachdem sich das Gleis noch paar mal geändert hatte, durfte ich auch in mein Schlafabteil. Eine Mischung aus U-Boot und Jugendherberge aber sauber und ordentlich. Drei Betten sind in meinem Abteil, welches ich mir mit zwei Damen teile. Zur Begrüßung liegt eine Flasche Wasser auf jedem Bett, die werde ich in der Nacht auch brauchen denn die Luft ist sehr trocken. Es gibt einen schmalen Schrank und ein verstecktes Waschbecken mit Handtüchern und Mundwasser. Ich nehme das obere Bett um der älteren Dame den Aufstieg nicht zuzumuten. Ins Bett komme ich über eine Leiter - alles ist etwas wacklig. Meinen Rucksack kann ich oben verstauen denn unten ist es zu eng für alles Gepäck. Ich hab ein bisschen Angst aus dem Bett zu fallen. Der nette Schlafwagenbetreuer meinte aber dass der Sicherheitsgurt hält und bisher nie was passiert sei, was mich trotzdem nicht so ganz beruhigt. Mein Gewicht gegen so einen Stoffgurt? Wir werden sehen. Das Abteil können wir von innen verschließen, Weckdienst und Frühstück gibt es am nächsten Morgen. So ein Bettabteil ist deutlich bequemer als der Ruhesessel, so richtig Schlaf bekomme ich trotzdem nicht. Der Zug fährt schnell, es ruckelt mehrfach heftig, ich habe viel Durst und muss öfters Richtung WC absteigen. Nur durch den Einsatz meines bunt gefüllten MP4-Players kann ich etwas schlummern, bekomme aber rings um mich alles noch mit. 6 : 00 Uhr morgens erreichen wir schließlich Florenz ich bekomme mein Frühstück bestehend aus Kaffee, Orangensaft, 3 Minibrötchen und Butter und Marmelade und esse es to go auf dem Florentiner Bahnhof.

Mein Schlafabteil 
Am Bahnhof mache ich eine Bücherei mit Stehcafé ausfindig und nutze das kostenlose Wlan-Angebot und erstehe zwei Stadtführer über Florenz bevor ich zu meinem Apartment laufe.