Lasst mich heute mal über öffentliche Verkehrsmittel in bella Italia
schreiben. Als Erstes vergesst bitte was ihr über deutsche Busse und
Züge kennt und was ihr gewohnt seid an Regeln, Strukturen, Zeiten
Streiks und so weiter.
Glasklare Strukturen und Pläne gibt es so wie wir es gewohnt sind im Land der besten Pizzen und Gelatis nicht und genau dass habe ich mir vor Ort auch nochmal von mehreren Personen bestätigen lassen. Es ist einfach so, alles geht ganz gut ohne Plan nur eben etwas anders oder langsamer. Versteht mich nicht falsch ich mag Italien und seine relaxte Kultur sehr und liebe es mit den Zügen der Trenitalia durch die schöne Toskana zu zuckeln und die Landschaft zu genießen Aber allein schon die Buchung der Tickets oder das Finden der richtigen Zuganbindung bedarf etwas Überlegung.
Wem es egal ist wie und wann er ans Ziel kommt und was es kostet, nur zu, der findet seinen Weg und nimmt einfach den nächstbesten Zug. Schließlich gibt es hier vielfältige Möglichkeiten zwischen den regionalen Zügen, Intercity und den Freccis. Italien mit dem Zug zu bereisen ist an sich eine schöne Sache. Man hat keinen Stau, keine Maut, keine TFL-Zonen auf die man achten müsste. Man setzt sich einfach rein und los geht es. An und für sich klingt es simpel. Erkundigen über die Reise und mögliche Orte mit Bahnhöfen kann man sich schon einmal gut im Vorfeld auf der Website des italienischen Zuganbieters "Trenitalia".
Wenn man jedoch wie ich preisgünstige Verbindungen sucht, ist schon etwas mehr gefragt, als nur Start Ziel Tag und Zeit einzugeben. Es braucht etwas Spürsinn wie beim Shoppen nach dem besten Schnäppchen oder den schönsten paar Schuhen. Und man muss auch hier der oder die Erste sein und sollte nicht bis zum Abfahrstag warten mit dem Ticketkauf. Nebenbei gibt es auch Suchmaschinen wie "rome2rio" welche einem neben den Zügen auch Busverbindungen anzeigen.
But never take a bus in Italy! Entweder die Busse kommen zu spät oder gar nicht oder es gibt schlichtweg nur 2 am Tag in dieser Region. Hier zählt einfach wirklich eine komplett andere Zeitrechnung und Organisationsstruktur, abhängig von dem jeweiligen Transportunternehmen. Nicht einmal der Busfahrer kann einem Auskunft geben wann der nächste Bus sich in die Region verirrt. Gut man könnte auch im Hotel einfach nachfragen, ob es einen Plan oder eine Auskunft gibt. Gesagt, getan. Doch auch unsere charmante Rezeptionisten muss erstmal anrufen und fragen ob den überhaupt ein Bus kommt. Einen Busfahrplan an der Fermata dell'autobus? Nicht zu finden! Und selbst wenn, man weiß man nie ob er noch gültig ist und wirklich ein Bus kommt. Also bleibt einem da nur warten und sich überraschen lassen. So gut man Informationen über Züge bekommen kann so schwer ist es für Busse in Italien. Sicher in Großstädten ist alles möglich, auch einen Bus zu bekommen. Aber in Regionen wie Maremma am tyrrenischen Meer? Vergiss es. Da bleibt einem nur warten oder laufen von A nach B, ein Taxi zu nehmen für 50 € für 4 km (da extra Anfahrten notwendig sind) oder man hat schlichtweg ein Auto oder Roller zur Verfügung. Letzteres hab ich nicht, aber ich wollte es ja ruhig fern ab vom Trubel in Florenz. Ruhig habe ich es hier und hab daher auch genügend Zeit Euch etwas über das italienische Transportsystem zu berichten.
Wir deutsche Touristen sind ja bekannt für unsere Mäkelei - mich manchmal eingeschlossen. Aber hey die Einen sind halt spießig und die Anderen dafür relaxt. Relaxt ist eine Bezeichnung, die an sich gut auch auf die Mitarbeiter im Verkehrssystem zutrifft. Wir Deutsche verbreiten ja gern mal Stress, wenn wir nur noch wenige Minuten bis zum Zug haben und das Gleis nicht finden, weil die Beschilderung fehlt oder wir noch kein Ticket haben und in der Schlange anstehen. Calm down! Service in Italien heißt auch mal, dass sich zwei Mitarbeiter ganz entspannt um einen Fahrgast beim Ticketverkauf kümmern oder das der Busfahrer schlichtweg dein Geld nicht möchte, wenn du in den Bus einsteigst einfach weil er vielleicht gerade nicht mag oder er telefoniert oder was auch immer. Dann unterbrich ihn auch nicht in seinem wichtigen Telefonat. Genieße einfach deine persönliche Schwarzfahrt durch die Stadt oder das Feeling deinen Zug auf die letzte Sekunde zu erwischen. Geschafft aber glücklich, yeahhh du bist erst im Gleichklang mit der italienischen Lebensweise wenn du das Transportsystem verstehst und händeln kannst.
Um den Grad der Gelassenheit zu erreichen reicht manchmal schon ein Kaffee im Stehen und der Gang zum nächsten freien Ticketautomaten, möglichst ein paar Tage vor Antritt der eigentlichen Reise aus. Am Automaten läuft alles relativ einfach. Man hat die Möglichkeit eine Sprache auszuwählen und muss nicht zwangsläufig seine wenigen Italienischkenntnisse hervorkramen oder sich und den Gegenüber mit Englisch quälen. Weiter geht es zur Auswahl des Abfahrtbahnhofes und Zielortes. Hier ist alles händelbar wie uns schon von der guten DB bekannt. Trotzdem ist es manchmal ratsamer die Fahrtstrecke in einzelne Etappen und Tickets aufzusplitten, um günstig ans Ziel zu kommen und nicht einen der reservierungspflichtigen teuren Schnellzüge (Frecciabianca, Frecciarosso) nehmen zu müssen. Beim Kauf am Abfahrtstag sind die Tickets nämlich besonders preis intensiv oder die Verbindung schlichtweg ausgebucht. In den Regionale hingegen braucht man keine Reservierung, sondern kann sitzen wo man möchte.
Auch wenn während der Fahrt nur selten der Kontrolleur einem über den Weg läuft, ist es ratsam das Ticket vor Fahrtantritt zu entwerten. Denn ein "es tut mir leid ich bin nicht von hier", zählt in der Regel nicht. Fahrkartenkontrolleure sind eher scheue Gesellen und treten nie im Rudel auf. Sie nutzen gern eine eigene Geheimsprache unabhängig ob man sich in Italien oder sonst wo in Europa befindet. Aber ich mag sie und bin stets freundlich zu ihnen.
Was gibt es noch über italienische Züge zu sagen. Ah ja sie streiken. Ab und an kommt auch dass hier vor. Kennen wir schon alles von unserer GDL richtig? Nicht ganz, wenn hier ein Zug streikt dann streikt er still und heimlich. Es gibt keinen Aufruhr, nichts, nur leere Bahngleise, kaum Ersatzzüge keinen Plan ob und wann nicht doch einer fährt keine lange Vorankündigung via Radio oder TV, maximal via Internet und Aushang einen Tag vorher. Der Streik ist da und am Abend oder nächsten Tag wieder vorbei.
Also folge einfach den simplen Regeln: never take a Bus es sein den die Bahn streikt, plane Zeit ein für die Planung deiner Reise und die Reise selbst, entwerte das Ticket and keep calm. Buon viaggio durch bella Italia.
Glasklare Strukturen und Pläne gibt es so wie wir es gewohnt sind im Land der besten Pizzen und Gelatis nicht und genau dass habe ich mir vor Ort auch nochmal von mehreren Personen bestätigen lassen. Es ist einfach so, alles geht ganz gut ohne Plan nur eben etwas anders oder langsamer. Versteht mich nicht falsch ich mag Italien und seine relaxte Kultur sehr und liebe es mit den Zügen der Trenitalia durch die schöne Toskana zu zuckeln und die Landschaft zu genießen Aber allein schon die Buchung der Tickets oder das Finden der richtigen Zuganbindung bedarf etwas Überlegung.
Wem es egal ist wie und wann er ans Ziel kommt und was es kostet, nur zu, der findet seinen Weg und nimmt einfach den nächstbesten Zug. Schließlich gibt es hier vielfältige Möglichkeiten zwischen den regionalen Zügen, Intercity und den Freccis. Italien mit dem Zug zu bereisen ist an sich eine schöne Sache. Man hat keinen Stau, keine Maut, keine TFL-Zonen auf die man achten müsste. Man setzt sich einfach rein und los geht es. An und für sich klingt es simpel. Erkundigen über die Reise und mögliche Orte mit Bahnhöfen kann man sich schon einmal gut im Vorfeld auf der Website des italienischen Zuganbieters "Trenitalia".
Wenn man jedoch wie ich preisgünstige Verbindungen sucht, ist schon etwas mehr gefragt, als nur Start Ziel Tag und Zeit einzugeben. Es braucht etwas Spürsinn wie beim Shoppen nach dem besten Schnäppchen oder den schönsten paar Schuhen. Und man muss auch hier der oder die Erste sein und sollte nicht bis zum Abfahrstag warten mit dem Ticketkauf. Nebenbei gibt es auch Suchmaschinen wie "rome2rio" welche einem neben den Zügen auch Busverbindungen anzeigen.
But never take a bus in Italy! Entweder die Busse kommen zu spät oder gar nicht oder es gibt schlichtweg nur 2 am Tag in dieser Region. Hier zählt einfach wirklich eine komplett andere Zeitrechnung und Organisationsstruktur, abhängig von dem jeweiligen Transportunternehmen. Nicht einmal der Busfahrer kann einem Auskunft geben wann der nächste Bus sich in die Region verirrt. Gut man könnte auch im Hotel einfach nachfragen, ob es einen Plan oder eine Auskunft gibt. Gesagt, getan. Doch auch unsere charmante Rezeptionisten muss erstmal anrufen und fragen ob den überhaupt ein Bus kommt. Einen Busfahrplan an der Fermata dell'autobus? Nicht zu finden! Und selbst wenn, man weiß man nie ob er noch gültig ist und wirklich ein Bus kommt. Also bleibt einem da nur warten und sich überraschen lassen. So gut man Informationen über Züge bekommen kann so schwer ist es für Busse in Italien. Sicher in Großstädten ist alles möglich, auch einen Bus zu bekommen. Aber in Regionen wie Maremma am tyrrenischen Meer? Vergiss es. Da bleibt einem nur warten oder laufen von A nach B, ein Taxi zu nehmen für 50 € für 4 km (da extra Anfahrten notwendig sind) oder man hat schlichtweg ein Auto oder Roller zur Verfügung. Letzteres hab ich nicht, aber ich wollte es ja ruhig fern ab vom Trubel in Florenz. Ruhig habe ich es hier und hab daher auch genügend Zeit Euch etwas über das italienische Transportsystem zu berichten.
Wir deutsche Touristen sind ja bekannt für unsere Mäkelei - mich manchmal eingeschlossen. Aber hey die Einen sind halt spießig und die Anderen dafür relaxt. Relaxt ist eine Bezeichnung, die an sich gut auch auf die Mitarbeiter im Verkehrssystem zutrifft. Wir Deutsche verbreiten ja gern mal Stress, wenn wir nur noch wenige Minuten bis zum Zug haben und das Gleis nicht finden, weil die Beschilderung fehlt oder wir noch kein Ticket haben und in der Schlange anstehen. Calm down! Service in Italien heißt auch mal, dass sich zwei Mitarbeiter ganz entspannt um einen Fahrgast beim Ticketverkauf kümmern oder das der Busfahrer schlichtweg dein Geld nicht möchte, wenn du in den Bus einsteigst einfach weil er vielleicht gerade nicht mag oder er telefoniert oder was auch immer. Dann unterbrich ihn auch nicht in seinem wichtigen Telefonat. Genieße einfach deine persönliche Schwarzfahrt durch die Stadt oder das Feeling deinen Zug auf die letzte Sekunde zu erwischen. Geschafft aber glücklich, yeahhh du bist erst im Gleichklang mit der italienischen Lebensweise wenn du das Transportsystem verstehst und händeln kannst.
Um den Grad der Gelassenheit zu erreichen reicht manchmal schon ein Kaffee im Stehen und der Gang zum nächsten freien Ticketautomaten, möglichst ein paar Tage vor Antritt der eigentlichen Reise aus. Am Automaten läuft alles relativ einfach. Man hat die Möglichkeit eine Sprache auszuwählen und muss nicht zwangsläufig seine wenigen Italienischkenntnisse hervorkramen oder sich und den Gegenüber mit Englisch quälen. Weiter geht es zur Auswahl des Abfahrtbahnhofes und Zielortes. Hier ist alles händelbar wie uns schon von der guten DB bekannt. Trotzdem ist es manchmal ratsamer die Fahrtstrecke in einzelne Etappen und Tickets aufzusplitten, um günstig ans Ziel zu kommen und nicht einen der reservierungspflichtigen teuren Schnellzüge (Frecciabianca, Frecciarosso) nehmen zu müssen. Beim Kauf am Abfahrtstag sind die Tickets nämlich besonders preis intensiv oder die Verbindung schlichtweg ausgebucht. In den Regionale hingegen braucht man keine Reservierung, sondern kann sitzen wo man möchte.
Auch wenn während der Fahrt nur selten der Kontrolleur einem über den Weg läuft, ist es ratsam das Ticket vor Fahrtantritt zu entwerten. Denn ein "es tut mir leid ich bin nicht von hier", zählt in der Regel nicht. Fahrkartenkontrolleure sind eher scheue Gesellen und treten nie im Rudel auf. Sie nutzen gern eine eigene Geheimsprache unabhängig ob man sich in Italien oder sonst wo in Europa befindet. Aber ich mag sie und bin stets freundlich zu ihnen.
Was gibt es noch über italienische Züge zu sagen. Ah ja sie streiken. Ab und an kommt auch dass hier vor. Kennen wir schon alles von unserer GDL richtig? Nicht ganz, wenn hier ein Zug streikt dann streikt er still und heimlich. Es gibt keinen Aufruhr, nichts, nur leere Bahngleise, kaum Ersatzzüge keinen Plan ob und wann nicht doch einer fährt keine lange Vorankündigung via Radio oder TV, maximal via Internet und Aushang einen Tag vorher. Der Streik ist da und am Abend oder nächsten Tag wieder vorbei.
Also folge einfach den simplen Regeln: never take a Bus es sein den die Bahn streikt, plane Zeit ein für die Planung deiner Reise und die Reise selbst, entwerte das Ticket and keep calm. Buon viaggio durch bella Italia.
*Achtung
der Text kann Spuren von Ironie enthalten ;-)

