Am letzten Wochenende war die MotoGP
zu Gast am Sachsenring. Der Sachsenring, das ist einer DER deutschen
Traditionsrennstrecken in Deutschland und der Sachsenring ist meine
Heimat. 30 km vor meiner Haustür im schönsten Sachsen in Hohenstein-Ernstthal
erstreckt sich der Sachsenring auf 3,671 km Streckenlänge. An dem
Wochenende zum Grandprix sind rund 211.588 motorsportbegeisterte Fans
aus ganz Deutschland und vielen Ländern der Welt und es sind 4 Tage
voller Anspannung, Anstrengung, Stress, Hektik, Lärm, Freude, Tränen,
Lachen und Euphorie.
Ich möchte Euch keinen lupenreinen Artikel über das Rennen und die Ergebnisse abliefern, denn dass, da bin ich mir sicher, kann man ganz gut bei allen offiziellen und inoffiziellen Medien nachlesen. Mir geht es einzig und allein um einen kleinen Rückblick hinter die Kulissen. Für manche Menschen geht der ganze Rennzirkus schon deutlich eher los. Nein ich rede nicht von den ersten verrückten Fans, die bereits seid Montag auf dem Ankerberg zelten oder von den Schaulustigen, die zum Fahrerlager pilgern um den Teams, die bereits Dienstag anreisen beim Aufbau zuzuschauen. Ich rede von den Menschen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass dieser Event vor unseren Toren stattfindet und dass jeder Gast ein unvergessliches Rennwochenende erlebt. Und ich rede davon dass die Fans, die keinen Fahrerlagerzugang haben trotzdem ihren Idolen bei diversen Veranstaltungen nah sein können. Die Rede ist auch von denen, die helfen alles vorzubereiten, dass die Teams ihre Arbeit machen können, die Boxen einrichten können, den Truck richtig parken, die Presse und Medien ihre Akkreditierung bekommen, jeder seine Plätze findet, eine Fotoweste bekommt, die Gäste ihre Tickets oder Fahrerlagerpässe bekommen, die Schilder aufgestellt werden, Getränke und Essen da ist, der POKAL poliert und gebohnert für die Siegerehrung bereit steht usw. usw. Die Liste der Aufgaben, die für so einen Event zu tun ist, ist unendlich lang und man kann sich gar nicht vorstellen was alles zu tun ist und wie viele Personen, wie kleine fleißige Arbeiterbienen im Hintergrund surren und wuseln damit alles klappt. Die eigentliche Organisation des Events beginnt bereits nach Ende des letzten Events und damit schon in den Wochen nach dem Motorradgrandprix 2014.
Seit 16 Jahren bin ich motorsportbegeistert und vernarrt, seit mehr als 6 Jahren bewege ich mich im Fahrerlager und seit mittlerweile vier Jahren darf ich nun im Arbeiterbienenstaat dabei sein und somit alles im Hintergrund haut nah miterleben. Es ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes für mich Teil davon zu sein auch wenn mein „Dienst“ erst Mittwoch beginnt und Sonntag schon endet. Und mit Besonderes meine ich nicht, dass man die Rennsportgrößen wie Rossi, Marquez, Pedrosa, Dovizioso und Co. aus kurzer Entfernung sieht. Es wäre einfach schlichtweg gelogen, wenn ich behaupte dass mich das kalt lässt. Natürlich ist es für mich auch aufregend. Das Besondere an dem Dabei sein ist jedoch der ganze Event für sich. Die ganzen Erwartungen mit denen man anreist - die ganzen Erlebnisse die man wieder mitnimmt. Menschen die man kennenlernt oder die man von den eigenen ersten Schritten im Fahrerlager kennt. Zeiten wo man als verrückter Teeanger auch einfach mal versucht hat Zäune zu überspringen um heimlich mit seinenen Idolen Fotos zu machen.
Nicht dass ich Zäune übersprungen hätte, wie ich schon in in meinem Beitrag Die MotoGP in Mugello - ein italienischer Klassiker erwähnte, sind Zäune und ich einfach keine gelungene Kombination. Aber ich muss lachen bei dem Gedanken an all die alten Geschichten und Dinge, die wir in all den Jahren schon erlebt haben und ich möchte all diese Personen nicht missen. Und genau diese Personen stehen auch dieses Jahr wieder vor mir, mit einem Pressepass um ihren Hals und können an der Rennstrecke mit ihren Kameras Fotos vom Training machen, Valentinos Emotionen bei der Siegerehrung einfangen und in der Pressekonferenz der Auswertung lauschen. Nicht nur Valentino Rossi ist erwachsen geworden und damit nicht weniger erfolgreich als früher, nein auch die Fans die ich kenne sind erwachsen geworden und ich freue mich ihnen jedes Jahr aufs Neue zu begegnen, mit ihnen zu fachsimpeln oder einfach nur über den Fahrerlageralltag zu tratschen.
Denn in der Fahrerlagerwelt geht es manchmal auch nicht anders zu als im normalen Alltag. Komprimiert auf die wenigen Tage wo man sich sieht, geht es neben wer fährt das schnellste Bike, trifft die richtige Reifenwahl, hat das beste Setup auch banal um Dinge mit denen man mit seiner besten Freundin bei einem Glas Wein tratscht.D ie Personen, die in dieser Welt leben oder arbeiten sind auch nicht andere als anderswo. Auch hier gibt es sie die Abenteurer, die Lästertaschen, die Arbeitsbienen, die Familienmenschen, die Bestfriends, die Chaotischen, die Strukturierten. Ich könnte unendlich viele Charaktere aufzählen.
Besonders an dem Posten wo mein Team und ich arbeitet, trifft man neben den bekannten immer wiederkehrenden Gästen auch neue Gesichter und hört neue Geschichten, muss neue Probleme lösen oder sich über die gleichen Probleme wie das Jahr zuvor ärgern. Ich bin eine der Arbeitsbienen, die an einer Stelle tätig ist an der es wichtig ist, dass der Gast freundlich empfangen wird und glücklich uns verlässt. Meine Kollegen und ich sind oft das erste Gesicht am Sachsenring und manchmal auch die Ersten die den Frust abbekommen wenn der Stau zu lang war oder sie vergeblich andernorts nach Tickets oder Fahrerlagerkarten gefragt haben. Aber glücklicherweise sind wir meist auch die Ersten, die sie dann wieder besänftigen können und ihr Anliegen bearbeiten können. Im Austausch dafür erfahren wir dann manchmal doch recht viel aus dem Privatleben der Gäste. Jeder Gast ist unterschiedlich. Mancher ist prominent und mancher ist es vielleicht nicht, manche sind ganz freundlich, manche aber auch hektisch und sehr aufgeregt und doch wird jeder Gast von uns gleich freundlich begrüßt. Und jeder Gast hat einen anderen Hintergrund hier zu sein bzw. (s)eine andere (Fan-)Geschichte.
Es gibt sie, die Gäste die sich im Rennsport gar nicht auskennen und Tickets gewonnen haben oder die Menschen die jedes Jahr immer wieder dabei sind, Menschen die Teams unterstützen und Freunde Familie oder Bekannte sind. Es gibt Menschen, die ganz besondere Fans sind und zittern wenn du ihnen erklärst: ja mit den Karten darfst du ins Fahrerlager. Und es gibt Menschen, die einem anderen Menschen eine Freude machen möchten und auch Menschen die manchmal leider sehr krank sind und nochmal etwas Besonderes erleben wollen. Und der Sachsenring ist auch etwas Besonderes. Ebenso kommen auch Gäste, die direkt nebenan wohnen und schon zu Dieter Braun's Zeiten den Sachsenring besucht haben oder ehemalige Idole, die selber auf dem alten oder neuen Sachsenring Rennen bestritten haben.
Ich möchte Euch keinen lupenreinen Artikel über das Rennen und die Ergebnisse abliefern, denn dass, da bin ich mir sicher, kann man ganz gut bei allen offiziellen und inoffiziellen Medien nachlesen. Mir geht es einzig und allein um einen kleinen Rückblick hinter die Kulissen. Für manche Menschen geht der ganze Rennzirkus schon deutlich eher los. Nein ich rede nicht von den ersten verrückten Fans, die bereits seid Montag auf dem Ankerberg zelten oder von den Schaulustigen, die zum Fahrerlager pilgern um den Teams, die bereits Dienstag anreisen beim Aufbau zuzuschauen. Ich rede von den Menschen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass dieser Event vor unseren Toren stattfindet und dass jeder Gast ein unvergessliches Rennwochenende erlebt. Und ich rede davon dass die Fans, die keinen Fahrerlagerzugang haben trotzdem ihren Idolen bei diversen Veranstaltungen nah sein können. Die Rede ist auch von denen, die helfen alles vorzubereiten, dass die Teams ihre Arbeit machen können, die Boxen einrichten können, den Truck richtig parken, die Presse und Medien ihre Akkreditierung bekommen, jeder seine Plätze findet, eine Fotoweste bekommt, die Gäste ihre Tickets oder Fahrerlagerpässe bekommen, die Schilder aufgestellt werden, Getränke und Essen da ist, der POKAL poliert und gebohnert für die Siegerehrung bereit steht usw. usw. Die Liste der Aufgaben, die für so einen Event zu tun ist, ist unendlich lang und man kann sich gar nicht vorstellen was alles zu tun ist und wie viele Personen, wie kleine fleißige Arbeiterbienen im Hintergrund surren und wuseln damit alles klappt. Die eigentliche Organisation des Events beginnt bereits nach Ende des letzten Events und damit schon in den Wochen nach dem Motorradgrandprix 2014.
Seit 16 Jahren bin ich motorsportbegeistert und vernarrt, seit mehr als 6 Jahren bewege ich mich im Fahrerlager und seit mittlerweile vier Jahren darf ich nun im Arbeiterbienenstaat dabei sein und somit alles im Hintergrund haut nah miterleben. Es ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes für mich Teil davon zu sein auch wenn mein „Dienst“ erst Mittwoch beginnt und Sonntag schon endet. Und mit Besonderes meine ich nicht, dass man die Rennsportgrößen wie Rossi, Marquez, Pedrosa, Dovizioso und Co. aus kurzer Entfernung sieht. Es wäre einfach schlichtweg gelogen, wenn ich behaupte dass mich das kalt lässt. Natürlich ist es für mich auch aufregend. Das Besondere an dem Dabei sein ist jedoch der ganze Event für sich. Die ganzen Erwartungen mit denen man anreist - die ganzen Erlebnisse die man wieder mitnimmt. Menschen die man kennenlernt oder die man von den eigenen ersten Schritten im Fahrerlager kennt. Zeiten wo man als verrückter Teeanger auch einfach mal versucht hat Zäune zu überspringen um heimlich mit seinenen Idolen Fotos zu machen.
Nicht dass ich Zäune übersprungen hätte, wie ich schon in in meinem Beitrag Die MotoGP in Mugello - ein italienischer Klassiker erwähnte, sind Zäune und ich einfach keine gelungene Kombination. Aber ich muss lachen bei dem Gedanken an all die alten Geschichten und Dinge, die wir in all den Jahren schon erlebt haben und ich möchte all diese Personen nicht missen. Und genau diese Personen stehen auch dieses Jahr wieder vor mir, mit einem Pressepass um ihren Hals und können an der Rennstrecke mit ihren Kameras Fotos vom Training machen, Valentinos Emotionen bei der Siegerehrung einfangen und in der Pressekonferenz der Auswertung lauschen. Nicht nur Valentino Rossi ist erwachsen geworden und damit nicht weniger erfolgreich als früher, nein auch die Fans die ich kenne sind erwachsen geworden und ich freue mich ihnen jedes Jahr aufs Neue zu begegnen, mit ihnen zu fachsimpeln oder einfach nur über den Fahrerlageralltag zu tratschen.
Denn in der Fahrerlagerwelt geht es manchmal auch nicht anders zu als im normalen Alltag. Komprimiert auf die wenigen Tage wo man sich sieht, geht es neben wer fährt das schnellste Bike, trifft die richtige Reifenwahl, hat das beste Setup auch banal um Dinge mit denen man mit seiner besten Freundin bei einem Glas Wein tratscht.D ie Personen, die in dieser Welt leben oder arbeiten sind auch nicht andere als anderswo. Auch hier gibt es sie die Abenteurer, die Lästertaschen, die Arbeitsbienen, die Familienmenschen, die Bestfriends, die Chaotischen, die Strukturierten. Ich könnte unendlich viele Charaktere aufzählen.
Besonders an dem Posten wo mein Team und ich arbeitet, trifft man neben den bekannten immer wiederkehrenden Gästen auch neue Gesichter und hört neue Geschichten, muss neue Probleme lösen oder sich über die gleichen Probleme wie das Jahr zuvor ärgern. Ich bin eine der Arbeitsbienen, die an einer Stelle tätig ist an der es wichtig ist, dass der Gast freundlich empfangen wird und glücklich uns verlässt. Meine Kollegen und ich sind oft das erste Gesicht am Sachsenring und manchmal auch die Ersten die den Frust abbekommen wenn der Stau zu lang war oder sie vergeblich andernorts nach Tickets oder Fahrerlagerkarten gefragt haben. Aber glücklicherweise sind wir meist auch die Ersten, die sie dann wieder besänftigen können und ihr Anliegen bearbeiten können. Im Austausch dafür erfahren wir dann manchmal doch recht viel aus dem Privatleben der Gäste. Jeder Gast ist unterschiedlich. Mancher ist prominent und mancher ist es vielleicht nicht, manche sind ganz freundlich, manche aber auch hektisch und sehr aufgeregt und doch wird jeder Gast von uns gleich freundlich begrüßt. Und jeder Gast hat einen anderen Hintergrund hier zu sein bzw. (s)eine andere (Fan-)Geschichte.
Es gibt sie, die Gäste die sich im Rennsport gar nicht auskennen und Tickets gewonnen haben oder die Menschen die jedes Jahr immer wieder dabei sind, Menschen die Teams unterstützen und Freunde Familie oder Bekannte sind. Es gibt Menschen, die ganz besondere Fans sind und zittern wenn du ihnen erklärst: ja mit den Karten darfst du ins Fahrerlager. Und es gibt Menschen, die einem anderen Menschen eine Freude machen möchten und auch Menschen die manchmal leider sehr krank sind und nochmal etwas Besonderes erleben wollen. Und der Sachsenring ist auch etwas Besonderes. Ebenso kommen auch Gäste, die direkt nebenan wohnen und schon zu Dieter Braun's Zeiten den Sachsenring besucht haben oder ehemalige Idole, die selber auf dem alten oder neuen Sachsenring Rennen bestritten haben.
Und all jene bunt gemischten Persönlichkeiten treffe ich nach Arbeitsende im Fahrerlager wieder. Ich werde begrüßt, unterhalte mich mit ihnen oder wir warten gemeinsam um das eine oder andere Foto machen zu können, die ein oder andere Beruhigungszigarette zu rauchen oder den ein oder anderen Kaffee zu trinken, bevor jeder von Ihnen zum Ende des Spektakels seine Siebensachen packt und wieder von dannen zieht und man sich erst in einem Jahr oder vielleicht bei einem anderen Rennen mal wieder sieht. Und neben der Nähe zum Rennzirkus und den Idolen meiner kleinen, verrückten Welt ist es genau dass, was das Besondere für mich am Sachsenring ausmacht: meine kleine Sachsenring-Familie. Und da ja bekanntlich nach dem Ring vor dem Ring ist, freue ich mich schon jetzt auf den nächsten Heimatgrandprix am Sachsenring mit dem besten Team was man sich in so einer Arbeit bloß wünschen kann und all den Personen denen ich dieses Jahr begegnet bin.
Impressionen hinter den Kulissen
... Sonntag morgen im Fahrerlager bevor der ganze Zirkus anrückt.
Mit dem PKW bin ich bereits 6.15 Uhr angereist da man nie weiß wie es morgens auf dem Weg zur Rennstrecke aussieht. Zeitiges aufstehen sichert gute Plätze oder ein leeres Fahrerlager und Möglichkeiten schöne Bilder zu machen.

Mit dem PKW bin ich bereits 6.15 Uhr angereist da man nie weiß wie es morgens auf dem Weg zur Rennstrecke aussieht. Zeitiges aufstehen sichert gute Plätze oder ein leeres Fahrerlager und Möglichkeiten schöne Bilder zu machen.
| ... wenn die Sonne aufgeht hinter der Boxengasse. |
| Selten ... kein Trubel, keine Teams, keine Fans. |
| ... alles noch still und verlassen bei der IRTA. |
| ... auch die VIP-Lounge wartet auf die ersten kaffeehungrigen Gäste. |
| ... der Motorroller wird geladen. |
| ... die Sicheitsleute machen ihre Rundgänge. |
| ... die Streckenposten warten auf ihren Einsatz. |